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Bahá’u’lláh

Nachdem sich der Bab im Jahre 1844 erklärt hatte, wurden sehr schnell Sein Ruf und die Botschaft dieser neuen Religion im ganzen Land verbreitet.

Viele Menschen -unter ihnen auch viele geistliche und Würdenträger- besuchten den Bab und wurden zu Verfechtern Seiner Sendung. Einer der Menschen, den Bab persönlich in einem Sendschreiben zu der neuen Religion einlud, war ein junger Adliger Mann von 27 Jahren aus Teheran. Sein Name Mirza Husain Ali Nuri. Mirza Husain Ali verstand die Bedeutung dieser neuen Offenbarung von Anfang an und wurde zu einer der glühenden Befürworter dieser Offenbarung.

Mirza Husain Ali, der sich später Bahá’u’lláh nannte, wurde nach der Hinrichtung des Bab ins Gefängnis geworfen, kam aber nach vier Monaten wegen seiner adligen Abstammung wieder frei. Er musste jedoch mit der gesamten Familie das Land (Iran) verlassen und ins Exil nach Bagdad (damals das osmanische Reich) gehen. Im Januar des Jahres 1853 verließen Bahá’u’lláh und seine Familie Teheran in Richtung Bagdad. 

Bahá’u’lláh, der wegen Seines besonderen Charakters von vielen Anhängern des Bab verehrt wurde, kümmerte sich in der Verbannung um die Belange der Gläubigen und wurde von vielen als eine besondere Persönlichkeit wahrgenommen. 

Kurz bevor Bahá’u’lláh im Jahre 1863 auf Befehl der osmanischen Regierung von Bagdad nach Konstantinopel weiter verbannt wurde, sammelte er die Gläubigen am 22. April jenes Jahres im Garten Ridvan in Bagdad und verkündete ihnen Feierlich, dass:

Er der Verheißene von Bab und aller früheren Religionen sei.  
Er Sei die Verkörperung der Manifestation Gottes für dieses neue Zeitalter.

Mit Bab war, wie Er selbst vorausgesagt hatte, eine Epoche zu Ende gegangen, die mit Adam begonnen wurde. Bahā’u’llāh bezeichnete Seine Offenbarung als Krönung dieser Epoche und den Beginn einer neuen Epoche der Prophetie in der Geschichte. 

Er sagte:

„Mit dieser neuen Offenbarung sind alle göttlichen Eigenschaften offenbart, die den Menschen verborgen waren“. Von nun an nannten sich seine Anhänger: Bahá'í.

Die Verbannung von Bahá’u’lláh endete schließlich im Jahre 1868 in der Festung Akka im osmanischen Reich (heutige Stadt Akkon in Israel).

Am 29. Mai 1892, starb Bahā’u’llāh im Alter von 75 Jahren im Beisein seiner Familie in Akkon.